Psoriasis

Die Psoriasis bzw. Schuppenflechte ist eine nicht ansteckende, hautentzündliche Erkrankung, die oft mit einer stark schuppenden und juckenden Hautveränderung einhergeht. Zu einem äußeren Erscheinungsbild kann sich auch eine Systemerkrankung (d.h. die Erkrankung einzelner Organe) gesellen. Betroffen sind häufig Gelenke, Bänder, Augen bzw. Augenränder aber auch Gefäße und das Herz können betroffen sein.

Die, von einer Psoriasis, betroffenen Hautstellen können stecknadelkopfgroß bis tellergroß sein und in der Rötung von hell bis dunkelrot.

Laut Aussage der Krankenkassen leiden ca. zwei Millionen Menschen an einer Psoriasis. Zahl stätig steigend.

Warum eine Erkrankung erfolgt, ist noch weitgehend unerforscht. Die Wissenschaft vermutet eine erblich bedingte Auslösung. Dies ist jedoch nicht wissenschaftlich belegt und wird derzeit geprüft.

Zur Geschichte der Psoriasis

Der Ausdruck Psoriasis wurde erstmals durch den griechischen Arzt Galenos von Pergamon, geb. 129 oder 130 in Pergamon, gest. um 200 in Rom, verwendet. Dieser umschrieb mit dem Begriff eine Schuppenbildung um Augen und Hodensack, wobei es sich nach heutigen Erkenntnissen jedoch um ein Ekzem handelte.

Ebenso ist zu erwähnen, dass die Psoriasis lange Zeit, mit der durch Milben verursachten, Krätze und Lepra verwechselt wurde.

Erscheinungsbild bzw. Arten der Psoriasis

Kurz zum Verständnis der Krankheit:

Bei einem Nichtbetroffenen erneuert sich die Oberhaut (Epidermis) alle 26 bis 27 Tage. In dieser Zeit bildet ein gesunder Körper neue Hautzellen. Die gealterten Hautzellen, die sich nach der Neubildung oberhalb dieser befinden, werden, scheinbar fast unsichtbar, ersetzt. Ein normal ablaufender Zyklus wird von gesunden Menschen nicht wahrgenommen und so auch nicht als Belastung empfunden.

Bei einem Psoriasis-Betroffenen hingegen, erfolgt die Erneuerung der Oberhaut schneller, so dass die untere Hautschicht noch sehr dünn ist. Die Epidermis, die nun vorzeitig abgestoßen werden soll, bildet eine silbrig-weiße Schicht. Sie ähnelt einer dünnen Kerzenwachsschicht.

Die darunter zum Vorschein kommende Hautschicht ist dünn wie Pergamentpapier und sehr empfindlich gegenüber Kälte und Wärme. Eine fühlbare Erleichterung erfährt der Betroffene oftmals durch kremen. Leider auch oftmals durch kremen kortisonhaltiger Mittel.

Eine Psoriasis wird in verschiedene Typen unterteilt:

Psoriasis vulgaris ist die sogenannte „gewöhnliche Schuppenflechte“ und macht den größten Teil der Patienten aus. Sie unterteilt sich in zwei Typen.

Typ I

Bei Typ I beginnt die Schuppung der Haut in der ersten Hälfte des Lebens (bis ca. 40 Jahre) und zeichnet sich durch einen sehr schweren Verlauf der Krankheit aus. Der Verlauf erfolgt schubweise und lt. Aussage der Wissenschaft spielt eine genetische Veranlagung der Krankheit eine sehr große Rolle. Von diesem Typ der Krankheit sind ca. 60 bis 70% der Patienten betroffen.

Typ II

Typ II beginnt in der zweiten Lebenshälfte (ca. ab 40 Jahre). Hier verläuft die Psoriasis vulgaris leichter und eine genetische Veranlagung scheint nicht ausschlaggebend zu sein. Im Rückschluss zu Typ I erkranken ca. 40 bis 30% der Patienten an diesem Typ der Krankheit.

Um sich über die Krankheit im Fall der Betroffenheit zu Informieren empfehle ich den Austausch mit anderen Betroffenen. So kann man zum Beispiel unter diesem Link eine Community finden, mit der man sich zum Thema Psoriasis austauschen kann.

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