Seborrhoisches Ekzem

Juckende Kopfhaut war nur der Anfang!

Seborrhoisches Ekzem Kopfhaut
Seborrhoisches Ekzem Kopfhaut – Fotolia Datei: #19112282 Urheber: Farina3000

Ich war ein ganz normales Kind und wuchs gut behütet in Berlin Zehlendorf bei Meiner Mama auf. Sie war immer für mich da und konnte mir bei allen auftretenden Problemen helfen. Es mangelte an nichts, so dass ich eine sehr unbeschwerte Kindheit genießen konnte. Mit Beginn der Pubertät begann es.

Zunächst hatte ich einige Schuppen auf dem Kopf und hin und wieder beklagte ich einen starken Juckreiz. Nach einiger Zeit sah man schon am Ansatz der Kopfhaut große schuppige Stellen, die sich immer weiter ausdehnten. Wenn ich meinen Haaransatz hochkämmte waren viele rote Stellen zu sehen, die große Schuppen ausbildeten. Man sah, dass sich diese von der Kopfhaut lösten und dass sich darunter frische, teils blutende Hautstellen befanden.

Mit diesem ständigen Juckreiz konnte ich nur schlecht umgehen. Ich fühlte mich sehr unwohl. Ich dachte jedermann beobachtet mich und sah mir mein Problem sofort an.
Komisch fand ich, dass ich in Stresssituationen oder bei Erwärmung meines Körpers z.B. beim Joggen der Juckreiz noch vermehrt auftrat. Ich hätte mir die Kopfhaut am liebsten mit den Fingernägeln vom Schädel geholt.
Ebenso stellte ich fest, dass die Kopfhaut nach mehreren Tagen des Nichtwaschens noch mehr schuppte und krustig wurde.
Nunmehr blieb mir nichts anderes übrig als jeden Tag die Haare zu waschen um diesem Übel aus dem Weg zu gehen.

Doch mit welchem Shampoo wird man diesen Juckreiz, der einen bis zur Weißglut treiben kann wieder los? Um mir Rat zu holen, suchte ich einen Hautarzt auf.

Er diagnostizierte: Ein Seborrhoisches Ekzem.

Er verschrieb mir ein Shampoo und gab mir Ratschläge, was bei der tägliche Hygiene beachtet werden sollte.

Es dauerte nicht lang an, da verliefen die Hautflechten nicht nur auf der Kopfhaut. Auch in den Nacken, unter den Augenbrauen und letztlich sogar teils in einzelnen kleinen Bereichen des Gesichts. Und auch der Juckreiz vermehrte sich. All die schuppigen Stellen juckten und juckten. Ich war grenzenlos verzweifelt und tot unglücklich.

Und auch meine Mama, die mir bis dato immer helfen konnte, war machtlos und musste tagtäglich anschauen, wie ich unter diesem Ekzem litt.

Eines Tages hielt ich dieses Leid nicht mehr aus. Ich suchte den Hautarzt auf und bat mir ein schnell helfendes Kortison-Mittel zu verschreiben. Bislang habe ich hiervon immer Abstand genommen, da mit der Verwendung von kortisonhaltiger Creme u. ä. viele Nebenwirkungen auftreten können.

Aufgrund der Verwendung dieses Mittels habe ich es geschafft, das Ekzem dauerhaft in Schach zu halten. Sobald ich weniger, als gewöhnlich hiervon verwendet habe, kam das Ekzem sofort verstärkt zurück. Insgesamt kann man sagen, dass ich dieses Mittel ca. 15 Jahre verwendet habe.

Vor ca. 5 Jahren litt ich, in meinen Augen unverständlicherweise, an unerträglichen Schmerzen an der Hüfte. Ich konnte zum Teil so schlecht laufen, so dass ich auf der Straße weinend zusammenbrach und wirklich Angst hatte, dass dies alltäglich würde. Ich suchte insgesamt 3 Orthopäden auf.

Eine Diagnose war schlimmer als die andere.

Zunächst wurde diagnostiziert, dass meine Hüfte nicht, wie bei fast allen Menschen, korrekt gewachsen ist. Der Oberschenkelknochen trifft die Hüftpfanne nicht optimal, so dass bereits in meinem Alter (damals 31) starke Abnutzungserscheinungen ausschlaggebend für meine Schmerzen seien.

Der letzte Orthopäde gab mir dann den Rest. Er diagnostizierte anhand von Röntgen- und MRT-Aufnahmen, dass dringend eine Hüft-OP nötig sei. Aufgrund der Fehlstellung und –bewegung von Hüfte und Oberschenkelknochen entstünden meine Schmerzen. Diese würde ich nur noch durch den Einsatz eines künstlichen Hüftgelenkes eindämmen können. Ich sollte mich damit abfinden, dass ich ohne diese OP nie wieder schmerzfrei gehen könnte.

Ich verließ nach diesem Arzttermin die Praxis und brach bereits auf dem Weg nach Hause in Tränen aus. Ich wollte und konnte es nicht glaube, dann mir gerade ein Arzt sagte, dass ich mit 31 ein künstliches Hüftgelenk bekommen sollte. Ich war verzweifelt und hilflos zugleich.

Meine Familie kümmerte sich in den nächsten Tagen rührend um mich. Sie gab mir großen Halt und Mut eine andere Lösung zur Bewältigung meine Schmerzen zu finden.

Einige Monate vor dieser Diagnose wurde mein Sohn, damals 6 Jahre alt, eingeschult. Eine Mutter eines Mitschülers meines Sohnes, der sodann sein bester Freund wurde, war und ist von Beruf Heilpraktikerin.
Aus Verzweiflung wand ich mich an Sie und begab mich so in ihre Behandlung.

Dazu ist zu sagen, dass ich zuvor nie über die Möglichkeit einer homöopathischen Behandlung nachgedacht habe. Es war für mich absolutes Neuland und ich war gespannt, ob sie mir helfen konnte.

Zunächst machte ich mit ihr eine Erstanamnese. Hierbei wollte sie alles über mich wissen. Von der Geburt an bis heute. Was ich für Brüche, Krankheiten, Impfungen, Allergien u.ä. in meinem Leben hatte. Bei einem weiteren Termin und nach Auswertung meiner Daten erklärte sie mir, woran es aus homöopathischer Sicht liegen könnte, dass ich an dem Seborrhoischen Ekzem litt.

Zudem versuchte sie eine Verbindung mit den Schmerzen meiner Hüfte herzustellen. Ihre Vermutung war, dass das von mir verwendete Kortison ausschlaggebend für meine Knochenschmerzen war. Dies klang für mich zunächst sehr absurd.

Ich googelte und fand heraus, dass Wissenschaftler im Jahre 2010 wirklich entdeckt haben, dass Kortison den Knochenaufbau stören, ja sogar gesunde Knochen zerfressen kann.

Ich war sehr erstaunt und geschockt zugleich. Im Umkehrschluss bedeutete dies also, dass ich für meine Hüftschmerzen selbst verantwortlich war. Die lange Zeit der Verwendung von Kortison hatte dazu geführt, dass ich nunmehr kaum laufen konnte.

Eine weitere Idee, die meine Homöopathin verfolgte war, dass mein Ekzem mit einem Medikament/einer Krankheit aus meiner Kindheit zu tun haben musste. Etwas war Auslöser für das Auftreten des Ekzems.

Gemäß ihrer Idee hat das Seborrhoische Ekzem die Bedeutung, dass mein Körper auf diesem Wege versucht etwas auszuscheiden, los zu werden. Egal ob dies mit der Besiedlung von Pilzen o.ä. in Zusammenhang steht. Sie empfahl mir das Ekzem fortan nicht mehr zu unterdrücken. Erst recht nicht mit Kortison.

Weiterhin empfahl sie mir einige Dinge in meinem Leben zu ändern und mehr auf mich und meine Ernährung zu achten.
Auf dieser Grundlage probierte ich vieles aus. Immer mit dem Grundgedanken Gutes für mich und meinen Körper zu tun.

Ich hoffe euch mit meiner Geschichte eine neue Sichtmöglichkeit auf das Seborrhoische Ekzem zu geben. Vielleicht ist unter den Mitteln auch für euch etwas dabei, was euch helfen kann.

Es würde mich freuen.